023 – 5000 Jahre Schrift – Béla Kéki

5000 Jahre Schrift - Béla KékiTitel:  5000 Jahre Schrift

Autor: Béla Kéki

Reihe: Akzent-Reihe

Verlag: Urania Verlag Leipzig

Erschienen: 1966

 

 

5000 Jahre Schrift.

Preis: EUR 4,00

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Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
Die Bedeutung der Schrift
Vorstufen der Schrift
Von der Bilderschrift bis zum Buchstaben
Die Bilderschrift der Indianer und das Kohau rongo rongo
Die mesopotamische Keilschrift
Die ägyptische Hieroglyphenschrift
Die zwei Schriften der Hethiter
Die kretischen Schriften
Die Schriften der Azteken und der Maya
Die chinesische Schrift
Die koreanische und die vietnamesische Schrift
Die japanische Schrift
Die ersten Buchstabenschriften
Die hebräische Schrift
Die arabischen Schriften
Die griechische Schrift
Der lateinische Buchstabe und seine Entwicklung
Die germanischen Runen
Die glagolitische und die kyrillische Schrift
Die kyrillische Schrift der Rumänen und ihr Übergang zu den lateinischen Buchstaben
Die Schrift der Ungarn
Der Wettstreit zwischen Antiqua und Fraktur
Die Zukunft der Schrift

Vorwort:

Unser Leben wäre ohne Schrift undenkbar. Mit leichter Übertreibung könnte man sagen: Wir sind der Flut geschriebener Worte genauso ausgesetzt wie der kosmischen Strahlung. Morgens, kaum erwacht, greifen wir nach der Zeitung, und dann verlieren wir den ganzen Tag über die Buchstaben nicht mehr aus den Augen: Firmenschilder, Annoncen, amtliche und private Briefe, Bücher, Zeitschriften, Programmhefte, Plakate, Leuchtreklamen . . .
Fünf Jahrtausende umschließt der Entwicklungsweg von den ägyptischen Hieroglyphen bis zu den Druckbuchstaben der Gegenwart. In diesem Prozeß gab es einen Wendepunkt, als vor etwa 3200 Jahren am Ostufer des Mittelmeeres die aus 22 Buchstaben bestehende Konsonantenschrift der Phöniker entstand. Daraus entwickelte sich bei den Griechen dann ein „vollständiges“ Alphabet, indem Schriftzeichen für die Vokale hinzugefügt wurden.
Welche Erleichterung für den schriftlichen Gedankenaustausch war es, als man dazu überging, die im allgemeinen aus 35 bis 40 Lauten bestehende Sprache mit ebensoviel Buchstaben wiederzugeben. Aber manche Völker verwenden weitaus mehr Schriftzeichen. Im alten Ägypten und in Mesopotamien waren 700 bis 800 Hieroglyphen bzw. Keilschriftzeichen zu beherrschen um sich schriftlich ausdrücken zu können. Die Japaner müssen heute noch 2500 Schriftzeichen erlernen, die Chinesen mindestens 3000, um die Zeitung lesen zu können — von lyrischen Werken und wissenschaftlichen Arbeiten, in denen es von Fachausdrücken wimmelt, gar nicht zu reden.
Die fünftausendjährige Entwicklung der Schrift von den verschiedenen Bilderschriften über die Begriffs-, Wort- und Silbenschriften bis zur heutigen Buchstabenschrift widerspiegelt bedeutsame Vorgänge der Kulturgeschichte. Vieles war jahrtausendelang in Vergessenheit geraten. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begann man, alte Schriften oder das, was davon übriggeblieben war, wieder aufzudecken. Es kostete viel Mühe, ihre Bedeutung zu enträtseln. Doch in jahrzehntelanger Arbeit haben Archäologen, Sprachwissenschaftler und Schrifthistoriker Erfolge erzielt, die ein großes Echo auslösten. Auf den folgenden Seiten wollen wir auch die ereignisreiche Geschichte dieser Forschungsarbeit erzählen.

Bela Keki

 

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