One thought on “1976 – Leere Hände – Bernd Diksen

  1. Alexander

    5.7.2017
    Leere Hände, Bernd Diksen
    Hauptmann Draht und seine Kollegen ermittelt in einem kleinen soziologischen Krimi. Die alte Frau Bäumler wurde ermordet, und die Tatverdächtigen kommen aus verschiedenen sozialen sozialistischen Milieus. Leider wird durch das Titelbild und den auktorialen Erzähler zu schnell klar wer der Mörder sein muss. Es kommt auch zu keiner überrschenden Wendung mehr. Nur die Hoffnung, auf diese vielleicht noch kommene Überraschung oder Entwicklung, hält die Spannung aufrecht. Doch soviel vorweg, das Warten bleibt vergeblich. Die sechs wechselnden Perspektiven des Erzählers, in neun Teile zu gliedern, sind eine schöne Idee.
    Interressant bleibt auch die offene Frage, für welchen Autor das Pseudonym Bernd Diksen eigentlich steht? Für Erich Loest oder Werner Demski. Doch wer wie E. Loest, sieben Jahre wegen „konterrevolutionärer Gruppenbildung“ im Zuchthaus in Bautzen inhaftiert war, schreibt nicht 177 seichte Seiten. Unter anderem, aus der Sicht eines Hauptmanns, Leutnants und Oberlerleutnants.
    A.D

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