2 thoughts on “1976 – Tatmotiv Angst – Barbara Neuhaus

  1. Alexander

    27.4.2017
    Tatmotiv Angst
    Die Beschaulichkeit mit der die Autorin und Volkskammerabgeordnete Hainshof und seine Bewohner beschreibt, erinnert sehr an das Lesegefühl der Bücherwelten Ewin Strittmatters. Hainshof im Braumkohletagebaugebiet gelegen, wird liebevoll gezeichnet. Mit all den kleinen Nichtigkeiten des dörflichen Alltags jener Zeit. Jeder achtet ein bisschen auf jeden – ein sozialistisches Bullerbü. Es ist schön hier im Spätsommer. Es wird gegrillt, gefeiert und gäbe es nicht die Fußspuren und den Fund im Ofen… Ja, dann könnten alle hier ihre letzten Wochen im Dorf genießen, denn Hainshof wird dem Tagebau weichen müssen.
    Wem als Leser das verschwinden des Dorfes, genauso geichgültig ist wie seinen Bewohnern, den erwartet ein spannender Kriminalfall mit einer in sich schlüssigen Handlung. Wer sich jedoch an sozialistischen Klischees stört, wie dem des dummen Dorfpfarrers oder des asozialen Künstlers, der kann durch einfaches weiterlesen ein Klassenbewusstsein (als Arbeiter) entwickeln. Die liebenswerte Figur des ABV Schorsch Grimmer und die anhaltende Spannung machen es einem leicht.
    Barbara Neuhaus, Danke für diese lebendigen 219 Seiten.
    A.D.

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  2. A.D.

    27.4.2017
    Tatmotiv Angst, Barbara Neuhaus
    Die Beschaulichkeit mit der die Autorin und Volkskammerabgeordnete Hainshof und seine Bewohner beschreibt, erinnert sehr an das Lesegefühl der Bücherwelten Ewin Strittmatters. Hainshof im Braumkohletagebaugebiet gelegen, wird liebevoll gezeichnet. Mit all den kleinen Nichtigkeiten des dörflichen Alltags jener Zeit. Jeder achtet ein bisschen auf jeden – ein sozialistisches Bullerbü. Es ist schön hier im Spätsommer. Es wird gegrillt, gefeiert und gäbe es nicht die Fußspuren und den Fund im Ofen… Ja, dann könnten alle hier ihre letzten Wochen im Dorf genießen, denn Hainshof wird dem Tagebau weichen müssen.
    Wem als Leser das verschwinden des Dorfes, genauso geichgültig ist wie seinen Bewohnern, den erwartet ein spannender Kriminalfall mit einer in sich schlüssigen Handlung. Wer sich jedoch an sozialistischen Klischees stört, wie dem des dummen Dorfpfarrers oder des asozialen Künstlers, der kann durch einfaches weiterlesen ein Klassenbewusstsein (als Arbeiter) entwickeln. Die liebenswerte Figur des ABV Schorsch Grimmer und die anhaltende Spannung machen es dem Leser leichter.
    Danke für lebendigen 219 Seiten.
    A.D.

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